Definition: Ein Physical Security Information Management (PSIM) ist eine Softwarekategorie, die darauf ausgelegt ist, mehrere unverbundene Sicherheitsanwendungen zu integrieren und zu verwalten, die Automatisierung von Arbeitsabläufen und Prozessen zu ermöglichen und die Kontrolle über Geräte durch eine einheitliche Benutzererfahrung zu gewährleisten. Ihr Ziel ist es, eine umfassende und zentralisierte Plattform für die Echtzeitüberwachung, -steuerung und -analyse von sicherheitsrelevanten Daten und Ereignissen bereitzustellen. Es kann auch als Teil einer Critical Event Management-Lösung eingesetzt werden.
Die PSIM-Integration bietet zahlreiche organisatorische Vorteile, wie z. B. erhöhte Kontrolle, verbessertes Situationsbewusstsein und Managementberichte.
Physische Sicherheit Informationsmanagement erklärt
Der Hauptzweck von PSIM besteht darin, die allgemeine Sicherheitseffektivität zu verbessern, indem Unternehmen in die Lage versetzt werden, umgehend und effizient auf Sicherheitsprobleme zu reagieren. Dies wird erreicht, indem verschiedene Sicherheitssysteme und -geräte wie Überwachungskameras, Zugangskontrollsysteme, Alarmsysteme, Brand- und Einbruchmeldesysteme, Videoanalyse und andere Sensoren in eine einzige, einheitliche Plattform integriert werden.
Das Verständnis für physische Risiken kann Teams für physische Sicherheit in Unternehmen und Organisationen des öffentlichen Sektors dabei helfen, mit einer Vielzahl von Situationen umzugehen, z. B. globales und lokales Situationsbewusstsein, Krisenreaktion, physische Angriffe, Insider-Bedrohungen, Ereignisüberwachung und Unterbrechungen der Lieferkette.
Ein Physical Security Information Management (PSIM)-System bietet wesentliche Funktionen, die es von anderen Formen des physischen Sicherheitsmanagements unterscheiden:
- Integration mit externen Systemen: Das PSIM-System sollte eine offene Architektur aufweisen, die eine nahtlose Integration von Daten aus verschiedenen Sicherheitsgeräten oder -systemen ermöglicht, unabhängig von deren Herkunft. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Sicherheitssysteme einwandfrei zusammenarbeiten.
- Anpassungsfähigkeit: Das PSIM sollte entsprechend den spezifischen Sicherheitsanforderungen angepasst werden können. Dies umfasst die Möglichkeit, benutzerdefinierte Workflows, Regeln und Warnmeldungen zu entwickeln.
- Skalierbarkeit: Das PSIM sollte über Skalierbarkeit verfügen, damit das System skaliert und an die sich ändernden Sicherheitsanforderungen angepasst werden kann.
- Zentralisierte Verwaltung: Ein PSIM sollte eine zentrale Benutzeroberfläche bieten, die es dem Sicherheitspersonal ermöglicht, von einem einzigen Standort aus auf alle Sicherheitssysteme und -geräte zuzugreifen und diese zu steuern.
- Alarm- und Ereignisverwaltung: Das System kann Sicherheitswarnungen und -ereignisse nach Prioritäten ordnen und verwalten und so sicherstellen, dass das Sicherheitspersonal schnell auf kritische Vorfälle reagieren kann.
- Automatisierung: Das PSIM sollte bestimmte Aufgaben automatisieren, z. B. das Auslösen von Reaktionen auf bestimmte Ereignisse oder das Einleiten vordefinierter Sicherheitsverfahren.
- Berichterstattung und Analyse: Das PSIM sollte Daten aus integrierten Systemen effektiv strukturieren und eine zentrale und zuverlässige Informationsquelle für Compliance-, Berichts- und Schulungszwecke schaffen.
- Einhaltung von Vorschriften: Wenn es Compliance-Vorschriften unterliegt, sollte das PSIM alle relevanten Anforderungen erfüllen.
Informationsmanagement für physische Sicherheit (PSIM): Vorteile
PSIM-Sicherheit verbessert das Situationsbewusstsein, optimiert die Sicherheitsverfahren und verkürzt die Reaktionszeiten durch die Integration verschiedener Sicherheitssysteme, was letztendlich die allgemeine Sicherheitsbereitschaft einer Organisation stärkt. Das breite Anwendungsspektrum umfasst große Standorte, kritische Infrastrukturen, Flughäfen, Regierungsgebäude und andere Orte, an denen ein umfassendes Sicherheitsmanagement entscheidend ist.
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